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Chapter four: Das Zusammentreffen

"Also ... was ist so wichtig, das du uns unbedingt treffen musstest?"
Anstatt sofort nach Hause zu laufen, rannte Mirai zu Kyosuke und Yoshiko. Völlig außer Atem, verängstigt und zitternt erzählte sie den beiden was ihr und Aros grade widerfahren war.
"Willst du uns verarschen?", fragte Kyosuke und zog dabei die linke Augenbraue hoch.
"Es ist die Wahrheit.", keuchte Mirai.
Yoshiko und Kyosuke sahen sich an. Mirai hatte sie noch nie belogen also warum sollte sie es jetzt tun.
Zusammen mit den beiden Jungs rannte Mirai zurück zum Kino.

Als sie dort ankamen waren bereits Sanitäter vor Ort, die Leute auf einer Trage, mit einem weißen Tuch abgedeckt, aus dem Kino trugen.
Am Straßenrand saßen Leute in denen der Schock noch tief saß. Sie zitterten am ganzem Leib. Kinder, aber auch Erwachsene, weinten vor lauter Angst.
Yoshiko, Kyosuke und Mirai stockte der Atem. Es war doch viel schlimmer als sie sich es vorgestellt hatten.
Mirai sah sich verzweifelt nach Aros um.
Wo war er?
Ging es ihm gut?
Und ... da!
Dahinten ... konnte es sein?
Sie rannte los in Richtung Kinoeingang. Yoshiko und Kyosuke sahen ihr nach und sahen das was auch Mirai sah. Sie rannten ihr hinterher.
"Aros.", rief Mirai freude strahlend und umarmte den Jungen.
"Dir geht es gut. Ich bin so froh."
"Aros? Ich bin nicht Aros.", hörte sie plötzlich den Jungen sagen. Sie ließ ihn los und sah ihn an. Der Junge der vor ihr stand war tatsächlich nicht Aros. Doch er sah ihm zum verwechseln ähnlich. Größe, Gesicht, wahrscheinlich auch das Alter.
Alles stimmte.
Bis auf die Haarfarbe.
"Oh, das tut mir Leid. Da hab ich dich wohl mit jemanden verwechselt.", entschuldigte sich Mirai verlegen.
"Alter kneif mich mal. Spinn ich? Gibt es jetzt zwei Aros`?", sagte Kyosuke als er und Yoshiko bei Mirai und dem Jungen ankamen.
"Nein keine Angst die gibt es nicht.", beruhigte der Junge, Kyosuke. "Aros ist mein Zwillingsbruder."
"Zwillingsbruder?", sagten Yohsiko, Mirai und Kyosuke wie aus einem Mund.
"Dann ... dann musst du Sora sein." Mirai hatte von Aros schon viel über ihn gehört. Auch das die beiden Zwillingsbrüder waren hatte Aros ihr erzählt, aber das sie sich so verdammt ähnlich sahen, das hatte sie nicht erwartet.
"Ja das stimmt.", bejahte Sora diese Aussage. "Dann seid ihre bestimmt die Freunde meines Bruders.
Mirai ... Yoshiko und Kyosuke. In seinen Briefen hat Aros immer sehr viel von euch erzählt.", berichtete Sora.

In diesem Moment kamen Donald und Goofy angerannt.
"Sora!", rief Donald ihm schon entgegen.
Sora drehte sich um und Mirai, Kyosuke und Yoshiko ebenfalls. Wer oder was waren das denn für welche? Eine Ente und ein Hund?
In Klamotten?
Die Sprechen konnten?
"Habt ihr was gefunden?", erkundigte sich Sora besorgt.
"Kein Zweifel. Dieses Chaos wurde von Herzlosen angerichtet.", berichtete Goofy.
Yoshiko, Kyosuke und Mirai sahen sich fragend an.
Herzlose?
Was waren denn Herzlose?
"Das sind kleine schwarze Wesen mit gelb leuchtenden Augen die Menschen ihres Herzens berauben.", beschrieb Sora.
Mirai erschrack.
"Sie stehlen Herzen?", fragte Mirai noch einmal nach.
Donald bejahte diese Frage.
"Oh mein Gott!" Mit einem mal wurde Mirai kreidebleich und auch Yoshiko und Kyosuke verloren an Farbe.
"Was habt ihr?", fragte Goofy und legte den Kopf zur Seite.
"Aros ... ich war heute mit Aros im Kino!", erzählte Mirai nervös.
Donald, Goofy und Sora zuckten zusammen.
"Was? Du warst mit meinem Bruder hier? Wann? Und wo ist er jetzt?" Sora klang nervös und sehr besorgt.
"So gegen 18:00 Uhr. Während des Films tauchten dann diese ... Herzlosen ... auf. Wir schafften es zu entkommen ... doch als wir draußen waren schickte er mich nach Hause. Er jedoch lief zurück ins Kino. Und seitdem ..."
Mirai zuckte zusammen.
Auch Yoshiko und Kyosuke lief es, bei dem Gedanken das ihrem Freund was passiert sein könnte, ein Schauer über den Rücken.
Sora hingegen lief sofort zu den Sanitätern und erkundigte sich nach Aros.

Wenige Minuten später kam er zurück.
"Also bei den Opfern war er, gott sei dank, nicht. Allerdings hat ihn auch niemand das Kino betreten oder verlassen sehen." Sora kreuzte seine Arme vor seiner Brust.
"Willst du damit sagen, das er wie vom Erdboden verschluckt ist?", fragte Kyosuke und zog wieder die linke Augenbraue hoch.
"Spinnst du? Das wäre doch verrückt.", meinte Yoshiko.
Mirai schüttelte den Kopf.
Sora wollte grade etwas sagen als ein Polizist zu ihnen herüberkam. Eine Frau hatte die Polizei verständigt als sie es aus dem Kino schaffte. Da sich die Polizeistation allerdings am anderen Ende der Stadt befand brauchten die Streifenwagen ca. 20-30 Minuten bis sie beim Kino ankamen. Es waren auch keine Streifenwagen auf Patroullie da in Padres eigentlich nie etwas großartiges passierte.
"Was macht ihr Kinder denn noch hier?", fragte der Beamte als er bei den Kindern ankam.
"Wir ... äh ...", stotterte Mirai.
"Hier ist es für euch viel zu gefährlich. Ich werde eure Eltern verständigen. Die sollen euch abholen.", sagte der Beamte und machte eine Handbewegung die die Kinder drauf schließen lassen sollte ihm zu folgen.
"Aber wir wissen wer das hier gemacht hat.", platze es aus Yoshiko. "Das waren Herzlose."
Der Beamte sah ihn misstrauisch an. Wahrscheinlich lag es noch am Schock das der Junge so einen Unsinn redete. Wer weiß was er gesehen hatte, dachte sich der Polizist.
Während die Polizisten die Eltern der 4 anrief wurden sie von einer anderen Polizisten mit Decken und Kakao versorgt.
"Wieso glauben die uns nicht?", fragte Yoshiko genervt.
"Das liegt daran, das Herzlose normalerweise nicht in dieser Dimension existieren.", erklärte Sora und trank einen Schluck Kakao.
"Wie meinst du das? Andere Dimension?" Mirai sah Sora fragend an. Auch Yoshiko und Kyosuke waren auf die Antwort gespannt.
"Naja ... es gibt noch eine andere Dimension. Von dort kommen die Herzlosen. Aus den tiefsten Tiefen dieser Welt.", erklärte Donald.
"Wir kommen auch aus dieser Dimension.", fügte Goofy hinzu und deutete auf sich und Donald.
Mirai, Yoshiko und Kyosuke verstanden rein gar nichts.
"Ist euch denn nicht aufgefallen, das der Polizist mich nicht auf das Schwert angesprochen hat?", fragte Sora die 3.
Diese überlegten kurz.
"Stimmt. Er hat dich überhaupt kein Wort über das Schwert verloren. Dabei ist es doch völlig unnormal, das ein Jugendlicher mit einem solchen Schwert durch die Gegend läuft.", beschrieb Kyosuke.
"Genau. Das Schlüsselschwert ist in dieser Welt für Erwachsene unsichtbar. Es existiert für sie nicht." Sora nahm noch einen Schluck von dem Kakao.
Bevor irgendeiner überhaupt auf diese Aussage antworten konnte kam der Polizist zu ihnen zurück.
"Ich habe eure Eltern verständigt. Sie werden euch gleich abholen.", sagte er, lächelte die 4 an und ging zu seiner Kollegin.
"Sie ... sie ignorieren ja auch Donald und Goofy.", bemerkte Mirai.
"Ja, weil sie aus der anderen Dimension stammen und in dieser Welt nicht existieren.", wiederholte Sora.
Langsam fingen die 3 an zu verstehen.
Es gab also noch eine andere Dimension. Aus dieser Dimension stammen die Herzlosen, das Schlüsselschwert, Goofy und Donald. Und da sie in dieser Dimension nicht existierten, wurden sie auch von niemanden gesehen. Doch ... warum konnten die Menschen die Herzlosen sehen?
Goofy, Donald und das Schlüsselschwert aber nicht?
Noch bevor einer der 3 diese Frage stellen konnte kamen schon Sora`s Vater, Mirai`s Mutter, Yoshiko`s Mutter und Kyosuke`s Vater zum Kino.

Glücklich das es ihnen gut ging, machten sie sich mit ihren Kindern auf den Weg nach Hause.
"Sagmal ... was machst du überhaupt hier Sora?", fragte Herr Haruko seinen Sohn auf dem Heimweg.
"Ich ... ähm ...", stotterte Sora.
> "Ich bin auf der Jagd nach Herzlosen und zusammen mit meinen Freunden Donald und Goofy mussten wir in der Nähe von Padres mit unserem Raumschiff notlanden" Wenn ich ihm das sage, erklärt mich Dad für verrückt. <, dachte Sora.
"Mom hat eine Reise für zwei Personen gewonnen und da ich darauf nicht all zu viel Lust hatte, hab ich ihr vorgeschlagen, das sie eine Freundin mitnehmen sollte und ich solange zu euch komme.", log Sora.
> Das glaubt Dad mir nie.<, dachte Sora und verzweifelte innerlich.
"Achso. Hättest doch vorher anrufen können. Ich hätte dich doch vom Hafen abholen können.", sagte Herr Haruko.
"Äh ... sollte ne Überraschung werden.", behauptete Sora und grinste verzweifelnd.
"Na die is dir gelungen." Herr Haruko lächelte seinen Sohn durch den Rückspiegel des Autos heraus an.

Zuhause angekommen bemerkte Herr Haruko plötzlich etwas.
"Sagmal Sora ... wo ist denn dein Gepäck?"
Sora traf es wie ein Blitz. Daran hatte er bei seiner Notlüge nicht gedacht.
"Ach ... Aros hat doch genug Klamotten. Für ein paar Tage hätten die locker für zwei gereicht.", schwindelte Sora wieder.
Sein Vater zog misstrauisch die Augenbrauen hoch.
"Na wenn du meinst. Aber ... apropo Aros. Ich frage mich wo der Junge steckt. Bei dem was im Kino passiert ist hätte ich es lieber, wenn er jetzt wieder nach Hause kommt.", sagte Herr Haruko während er die Haustür aufschloss.
> Wo Aros steckt würde ich auch gerne wissen ...< Sora machte sich große Sorgen um seinen Bruder. Er kannte die Herzlosen mittlerweile ziemlich gut und er wusste wie brutal sie sein konnten.

Als Sora und sein Vater die Küche betraten lag dort ein Zettel auf dem Tisch.
Herr Haruko hob den Zettel auf.
"Ich werde die heutige Nacht auf dem Poliziepresidium verbringen. Die Polizisten wollen eine Zeugenaussage. Bin morgen wieder da. Aros", las Herr Haruko vor.
> Polizeipresidium? Zeugenaussage?<, überlegte Sora.
Herr Haruko war schon zu müde um sich über das plötzliche auftauchen dieses Zettels Gedanken zu machen. Er wünschte seinem Sohn eine Gute Nacht, erklärte ihm wo sich Aros` Zimmer befand und ging schlafen.

Sora wollte grade die Treppe hochgehen als es plötzlich an der Tür klopfte.
Sora erschrack. Sein Herz klopfte vor Aufregung.
Er ging zur Tür und betrachtete den Türknauf. Langsam drehte er diesen nach rechts und öffnete die Tür.
"Sollten wir hier draußen übernachten?", maulte Donald.
"Ups, euch hätte ich ja fast vergessen.", gab Sora verlegen zu.
"VERGESSEN?!?!!?", brüllte Donald.
Schnell hielt Sora dem Enterich den Schnabel zu.
"Alles ok Sora?", hörte er aus dem Schlafzimmer seines Vaters.
"Alles in Ordnung Dad.", rief er zurück.
"Sei gefälligst leise, Donald.", belehrte Sora ihn. Donald kreutze seine Flügel vor der Brust und schnatterte etwas unverständliches.
Zusammen mit Donald und Goofy ging Sora die Treppe hoch und öffnete die Tür zu Aros` Zimmer.
"Wow ...", staunte Sora. "Das ist bestimmt doppelt so groß wie meins."
"Und das Bett ist auch schön bequem.", sagte Goofy nachdem er sich auf das Bett gesetzt hatte.
"Das Zimmer ist doch völlig egal.", schnatterte Donald.
"Er hat recht.", gab Sora zu.

Eine Zeit lang schwiegen die drei.
Plötzlich klingelte Aros` Telefon. Donald, Goofy und Sora erschracken.
Wieder beruhigt nahm Sora den Höhrer ab.
"Ähm ... hier bei Haruko?", meldete er sich.
"Hallo! ... Was? Jetzt noch? ... In Ordnung. Und wo? ... Und der befindet sich wo? ... Ok. Bis gleich." Sora legte wieder auf.
"Wer war das?", wollte Donald wissen.

[to be continued ...]
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